Unsere Nägel schützen und schmücken
Nägel schützen die empfindlichen Zehen- und Fingerspitzen vor Verletzungen.
Sie erleichtern uns das Greifen und die Handhabung kleiner Gegenstände.
Zugleich sind die Hände die Visitenkarte des Körpers und gerade das Aussehen der Nägel spielt eine große Rolle für den ersten Eindruck eines Menschen.
Am gesamten Körper bilden abgestorbene Hornschichten die äußerste Schutzschicht der Haut.
Während diese Hornschicht an manchen stellen nur wenige Lagen dick ist, liegen an den Fuß- und Fingernägeln weit mehr als 100 Schichten übereinander.
Diese dicht gepackten Hornzellen bilden die harte Nagelplatte, den eigentlichen Nagel.
Die Nagelplatte ist bei Erwachsenen bis zu einem Millimeter dick. Da sie durchsichtig ist, scheint sie überall dort rosa,
wo sie mit dem gut durchblutetem Nagelbett verbunden ist.
Rund um die Nagelplatte bildet ein Hautwulst den sogenonnten Nagelwall (Paronychium).
Oben auf dem Nagel wächst ein kleines Nagelhäutchen (Eponychium).
Der weiße halbrunde Bereich am körpernahen Ende des Nagels ist der weiße Nagelhalbmond (Lunula).
Hier verdeckt ein Teil der Nagelwurzel das normalerweise durchscheinede Nagelbett.
An der Nagelwurzel ist der Nagel fest mir der Haut verankert. Von hier aus wächst der Nagel, indem die oberen Zellen der Nagelwurzel absterben,
verhornen und die Nagelplatte auf dem Nagelbett nach vorne schieben.
Im Durchschnitt wachsen Fingernägel 0,5 – 1 mm pro Woche, Zehennägel wachsen nur etwa halb so schnell. So dauert es im Schnitt sechs Monate,
bis ein Fingernagel sich völlig erneuert hat, beim Fußnagel gar neun bis zwölf Monate.